Endlich liegt die letzte Etappe vor unserem Haupturlaub im CHM bei Montalivet vor uns, ca 44 km. Wir haben beschlossen von Cap de Ville nicht wieder zur Bahntrasse zurückzukehren, sondern in Richtung des EuroVelo 1, der hier ganz in der Nähe, auf der anderen Seite des Sees „Lac de Hourtin et den Carcans“ entlang führt. Damit sind wir dann ein Stück länger „auf den Spuren von 2022“.
Um möglichst früh im CHM zu sein, heute sind 35 Grad vorhergesagt, geht es wieder um vor 7:30 Uhr los. Wir starten in Richtung Le Pouch und fahren weiter zwischen dem o.g. See und dem daneben liegendem See „Etang de Lacanau“ in Richtung Mauboisson.

Der Lac d’Hourtin et de Carcans („See von Hourtin und von Carcans“) ist mit ca. 57 km² in Frankreich einer der größten natürlichen Süßwasserseen und der größte mit über die Jahreszeiten konstantem Wasserstand bei einer maximalen Tiefe von ca. 10 m.
Wegen des Status als Landschaftsschutzgebiet ist der See nur behutsam touristisch erschlossen. Sehr große Teile des Seeufers sind nicht mit Kraftfahrzeugen erreichbar. Die Mehrheit der Touristen besucht den nahegelegenen Atlantikstrand bei Carcans-Plage.
Sowohl in Maubuisson an der Südspitze als auch bei Hourtin sowie an einigen entlegeneren Stellen existieren Sandbadestrände, die vor allem im Sommer von Touristen genutzt werden.
Nach Süden hin ist er über den Canal des Étangs mit dem Étang de Lacanau verbunden. Dieser wiederum liegt beim Ort Lacanau, ist 20 km² groß und etwa 7 Meter[2] tief (*).

In Mauboisson spielen wir dann wieder etwas „Achterbahn“, die Radroute führt „kreuz und quer“ und „auf und ab“ durch den Wald mit etlichen (Ferien-?)Häusern.


Macht irgendwie jetzt Spaß so mit Unterstützung, ich weiß noch wie wir uns 2022 gefühlt haben – vor allem, weil wir das Stück davor über eine längere Strecke schon ähnliches gefahren waren, teilweise mit Gefällen, die sich echt gewaschen hatten…
Kurz vor Carcans Plage endet der „Dünen-Weg“ dann auf einem Waldwirtschaftsweg, der für den Durchgangsverkehr gesperrt ist und das „auf und ab“ wird langsam weniger. Immer wieder stehen am Rand geerntete, hoch aufgetürmte Kiefernstämme, teilweise fährt man da schon mit etwas mulmigem Gefühl vorbei – was passiert, wenn dieser Turm sich in Bewegung setzt.


Mitten im Wald befindet sich hier wieder ein (ehemaliges?) Militärgebiet und ein alter Leuchtturm“Phare de Hourtin“, der 1863 das erste Mal leuchtete. Er diente dazu, das Schattenintervall zwischen Pointe de Grave (bei Le Verdon) und Cap Ferret anzuzeigen, wo keine Lichter zu sehen waren (*).
Man kann zwar über das Radwegenetz von Hourtin und Carcans näher ran, aber besichtigt werden kann der Turm selbst nicht.
Bei Hourtin Plage endet dann die „Verkehrslosigkeit“ wieder, wir werden an die V3301, eine kleine, öffentliche Straße geführt, wo wir parallel dazu auf dem begleitenden Radweg weiter Richtung Montalivet geführt werden. Weil wir heute so früh hier sind, es ist etwas 10 Uhr, bekommen wir sogar noch etwas Schatten von den Bäumen, weil die Sonne noch relativ tief steht. 2022 sah das anders aus, da wurden wir hier förmlich gebraten.
Weil es hier wieder so langweilig ist und wir so schnell wie möglich am Ziel sein wollen, sind wir letztlich weiter so schnell unterwegs, dass wir noch vor 11 Uhr an der Anmeldung des CHM sind. Die Anmeldung läuft dann auch schnell und ohne Probleme ab, wir sind durch unsere Vermieterin angemeldet. Nach den Formalitäten bekommen wir unsere „Plaketten“, mit denen wir auf das Gelände kommen und uns innerhalb als legitime Besucher „ausweisen“ können, durchfahren die Schranke und ich entledige mich meiner Klamotten – darauf freuen wir uns nun schon seit der Abfahrt in Sablilère vor 14 Tagen.
Anschließend fahren wir dann mit den Rädern zur Wohnung, in der wir jetzt die kommenden 14 Tage urlauben werden.




Wir sind jetzt besonders froh darüber, genau zu dieser Zeit hier zu sein denn ab morgen soll es für mehrere Tage 40 Grad und mehr geben – das unterwegs zu erleben wäre definitiv nicht schön. Aus Arna vor 4 Jahren haben wir noch in Erinnerung, dass das selbst völlig ohne Klamotten im Schatten immer noch ziemlich unangenehm ist.
PS: dieser Bericht enthält ggf. zum Teil Informationen aus Wikipedia (durch * gekennzeichnet)
Reisetag 29 (+ 22 Ruhetage)
Tagesstrecke: 48 km
Tourstrecke 1787 km
Pannen: keine
CP Kosten: 1180 € + 408 €
