Die 14 Tage Urlaub im CHM sind schon wieder Geschichte, heute geht es weiter. Fazit der 14 Tage: so warm wie in der ersten Woche und insgesamt durchgehend sonniges Wetter haben wir in all den Jahren, in denen wir an die Côte d’Argent fahren noch nicht erlebt. Trotzdem war es wieder schön hier, es wird nicht unser letzter Aufenthalt an der „Silberküste“ und im CHM gewesen sein.
Da wir das Haus bereits größtenteils gestern sauber gemacht haben, brauchen wir heute nur noch die Räder zu beladen und den Rest zu säubern und wir sind um kurz nach 9 Uhr unterwegs Richtung Les Matthes, der Track sagt ca. 59 km, wovon man aber noch die Fährkilometer abziehen kann.
Und heute werden wir auch die Route des EuroVelo 1 nach Le Verdon nutzen können. 2022 hatten wir hier in der Gegend die höchste Waldbrandwarnstufe und damit war das betreten/befahren der Wälder untersagt. Bislang gilt dies dieses Jahr noch nicht.
Wir starten in Richtung Montalivet und sind etwas später auf dem EuroVelo, der hier schon die ersten Kilometer quer durch den Wald führt, leider in einer Brandschneise, so dass es jetzt nicht ganz so viel Schatten gibt. Noch ist es aber nicht ganz so warm. Gegen 9:30 Uhr fahren wir am Euronat vorbei und sind damit zeitlich genau wie 2022 unterwegs, nur dass wir hinter Euronat der Beschilderung des EV17 Richtung Le Gurp folgen, ein Abschnitt, der jetzt auch neu für uns ist.
Kurz vor l’Amelie kommen wir das erste Mal wieder an die Küste, durch die Dünen kann man das Meer sehen – Sehnsuchtsort, Zeit für ein paar Bilder. Es folgt Soulac-sur-mer und wir merken das der Ort hier an der Küste deutlich größer ist, als wir gedacht haben. In der Nähe des Zentrums führt der Radweg direkt an der Promenade entlang und hier zeigt sich, dass man es auch besser machen kann als in Belgien (siehe den Bericht 2022), wo wir wirklich „mitten im Getümmel“ fahren mussten – zum Glück war seinerzeit schon Nachsaison. Hier hat der Radverkehr zwei eigene Spuren, getrennt von der eigentlichen Promenade.
Hinter Soulac geht es dann noch einmal in den Wald und wir fahren immer Mal wieder parallel zu Eisenbahnschienen. Es zeigt sich, dass diese offensichtlich auch noch für einen Touristenzug, der uns kurz vor Le Verdon auch noch entgegenkommt.
Der Weg endet dann direkt vor der Zufahrt zur Fähre Le Verdon – Royan, leider ist hier die Beschilderung des EV1 etwas undurchsichtig und wir landen prompt auf einem Sandweg. Kurz nach 11 Uhr stehen wir dann an der Schranke vor dem Fährzugang und warten auf die Fähre, die etwas später eintrifft und direkt nach dem Entladen dürfen wir rauffahren.
In Royan beim Verlassen der Fähre ist die Beschilderung dann an zwei Stellen erneut nicht ganz klar erkennbar. Direkt am Fahrgelände sorgt eine Angestellte dafür, dass wir uns in den Verkehr einfädeln können – super Service! Etwas später rollen wir wieder auf dem EuroVelo 1 dem Ortsausgang von Royan und seinen Vororten entgegen, was eine ganz schöne Strecke ist, aber in weiten Teilen wirklich gut zu fahren. Vom Meer aus gesehen sie Royan auch ganz schön aus, viele schön renovierte Häuschen, insgesamt sehr sauber, leider darf man hier nicht „hinter die Kulissen“ schauen, es gibt hier viele nicht so schöne Ecken…
Vor La Palmyre finden wir uns dann wieder einmal in einer „Raupenbahn“ wieder, es geht durch die Dünen kräftig auf uns ab, aber so, dass es durchaus Spaß macht. In Palmyre erwischt uns dann einmal mehr eine Neuerung: so wie der Track es zeigt, dürfen wir nicht mehr fahren, was dazu führt, das wir eine Ehrenrunde durch einen großen Kreisel und anschließend etwas Umweg fahren müssen.
Letztlich erreichen wir Les Matthes, von dort sind es nur noch knapp 2 Kilometer bis zum Campingplatz Petit Dauphin.
PS: dieser Bericht enthält ggf. zum Teil Informationen aus Wikipedia (durch * gekennzeichnet)
Reisetag 30 (+ 22 Ruhetage)
Tagesstrecke: 56 km
Tourstrecke 1843 km
Pannen: keine
CP Kosten: 35,52 €
