Nachdem wir jetzt die vergangenen Tage etwas faul waren, geht es jetzt weiter.
Am heutigen Mittwochmorgen rechnen wir mit Hermann ab und starten um ca. 12 Uhr in Richtung Mannheim gestartet, wobei wir heute auf halber Strecke in Lorsch bei Melina und ihrer Mutter übernachten werden. Bis dort sind es etwa 35 km, also nur ein kleiner Sprung.
Darmstadt lassen wir relativ schnell hinter uns, der Brouter (Webseite zur Routenplanung mit verschiedenen Fahrradprofilen, www.brouter.de/brouter-web/) hat uns eine Strecke vorgeschlagen, die mehr am Rand und vor allem durch Gewerbegebiete führte. Das lässt sich gut fahren, relativ wenig Verkehr, dafür natürlich „landschaftlich“ nicht gerade prickelnd. Auch im weiteren Verlauf wieder viele Strecken an Landstraßen entlang, wobei einige davon durchaus durch reizvolle Gegenden führen. Aber uns ist schon klar, das uns die wirklichen landschaftlichen Juwelen erst mit den noch folgenden Abschnitten erwarten. Im Grunde geht es uns im Moment immer noch darum möglichst schnell südlicher zu kommen.
Nach gut einer Stunde machen wir dann außerhalb Darmstadts im Wald ausgiebig Pause, wir haben ja Zeit – dachten wir bis dahin jedenfalls…

Es sollte noch bis hinter Pfungstadt gut rollen, wir liegen weiterhin sehr gut in der Zeit. Aber nach ca. 2/3 der Strecke geht es dann los: Platten am Hinterrad bei Marion. Wie geplant wird dieser mit schnelle Methode behoben, Hinterrad raus, Schlauch raus, neuen Schlauch rein, aufpumpen, einbauen und weiter.

Dumm nur, dass ca. 5 km weiter das Gleiche noch einmal passierte. Obwohl wir den Mantel wie schon bei der letzten Panne untersucht haben und wieder kein Splitter o.ä. zu finden war, wurde dieser nun auch getauscht, ansonsten das gleiche Programm wir vorhin.
Danach läuft die weitere Fahrt dann zum Glück ohne Vorkommnisse, trotzdem haben wir dadurch einiges an Zeit verloren. Mit mehr als einer halben Stunde Verspätung treffen wir bei unserer Warmshowers-Gastgeberin Melina in Lorsch ein. Wir verbringen mit ihr und ihrer Mutter einen schönen Abend, kochen zusammen, essen im Garten und haben viel zu erzählen.
Die Nacht verbringen wir auf einer Matratze im Wohnzimmer, brauchen weder Schlafsäcke noch Handtücher, quasi ein rundum Sorglospaket. Wir können Melina und Ellie nur ein ganz großes Dankeschön aussprechen, Die beiden haben regelmäßig Warmshowers-Gäste und führen sogar ein Gästebuch, in das wir uns natürlich auch eingetragen haben.
