Unser Zelt bei Lichtbund Mannheim

Nach einem Frühstück mit Ellie packen wir und wollen uns auf den Weg machen, die heutige Etappe führt uns zum Freien Lichtbund in Mannheim. Doch noch vor der Abfahrt erwartet uns das nächste Problem: durch einen Spanngurt hat sich bei meinem Rad der Spannring, der das hintere Ritzel auf der Rohloff hält, gelöst und das Ritzel dreht frei. Zum Glück wusste Ellie Rat: wir schieben unsere Räder zwei Straßen weiter und sind bei einer kleinen Fahrradwerkstatt, wo das Problem dann schnell behoben ist.

Trotzdem starten wir so wieder mit einer Stunde Verspätung, was aber in Anbetracht der recht kurzen Strecke von ca. 35 km kein Problem darstellt. Das Wetter ist herrlich, es rollte gut, die Stimmung ist bestens. Wir haben uns allerdings angewöhnt bei Absätzen deutlich abzubremsen um keine weiteren Platten zu beschwören. Das „Lochbild“ des Schlauches deutet nämlich auf einen „Snakebite“ hin, wahrscheinlich weil wir leider die dünneren Schläuche erwishct haben, die dafür etwas anfälliger sind. Ausreichend Luftdruck im Reifen hilft auch etwas…

Die Strecke führt über Viernheim, wo wir uns eine kleine Bäckerei gesucht haben um einen Kaffee zu trinken. Dort haben wir noch einen kleinen Plausch mit der Verkäuferin (Chefin?) der Bäckerei, die erzählt, dass sie und ihr Mann auch eine Radreise mit einem Tandem planen. Etwas platt und positiv überrascht bin ich dann, als sie fragte, ob wir noch zwei Dampfnudeln mitnehmen möchten – welche wir dann geschenkt bekommen.

Ausgeruht und durch den Kaffee gestärkt machen wir uns dann an die zweite Hälfte unserer Etappe, auf der nichts weiter Aufregendes passiert. Noch bevor wir das Vereinsgelände erreichen wird eingekauft. Die letzten 3 km sind dann der wohl unschönste Streckenteil: eine zweispurige Straße ohne größeren Seitenraum, gesäumt von zwei Eisenbahnlinien rechts und links.

Aber auch das „überstehen“ wir, erstaunlicherweise völlig ohne Hupkonzerte oder dergleichen, offensichtlich sind Radfahrer dort ein gewohntes Bild. Um ca. 16 Uhr kommen wir dann am Gelände des Lichtbunds an. Die Lage ist schon etwas ungewöhnlich, letztlich mitten in einem tristen Gewerbegebiet tut sich eine ca. 1,2 ha große grüne Oase auf. Leider trübt der Lärm der umliegenden Straßen und Eisenbahnen die Idylle ein.

Jetzt fehlt nur noch „Klamotten aus“, Zelt aufbauen, duschen und essen. Die erste Nacht im Zelt ist dann leider durch den Verkehrslärm auch nicht ganz so erholsam…

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 35 km

Insgesamt geradelte Reise: 275 km

Platten: 2

Mannheim (14.04.2022)

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