Den heutigen Track haben wir, wie schon angedeutet, auf Grund der schlechten Wege an der Saône, angepasst und die Strecke so geplant das wir über die Dörfer per Landstraße (D-Straßen) fahren. Das hat bis Villefrance-sur-Saône gut geklappt und es lief auch ganz gut, auch wenn wir mit Autos zusammen unterwegs sind.

Wir durchqueren „Belleville-au-Beâujolais“, „Montmerle-sur-Saône“, „Messimy-sur-Saône“, „Fareins“ und beschließen in „Beautegard“ einen Abstecher nach Villefrance zu machen um dort in einem größeren Buchladen nach dem ACSI-Campingführer zu schauen, weil wir schon mehrere Plätze gehabt haben, wo man ein paar Euro hätte sparen können und in „Val Drôme Soleil“, wo wir in ein paar Tagen etwas länger bleiben wollen, auch einen größeren Rabatt bekommen könnten.

Leider muss man sagen: der Weg war mehr als umsonst und der Weg dorthin hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass Frankreich mindestens ebenso autozentriert ist wie Deutschland. Eigentlich war der kleine Umweg sogar körnertechnisch ganz und gar nicht „kostenlos“…

Um nicht wieder den selben Weg zurück zu fahren, haben wir beim Buchladen mal wieder auf Google-Navigation Fahrrad zurückgegriffen – was wir noch bereuen sollten – sonst wären wir den Weg zurück geführt worden. Der „Google-Weg“ führt zunächst parallel zur Autobahn auf einem Asphaltweg, der gefühlt bereits zu Hitlers Zeiten erstellt wurde. Wir kommen langsam voran, bis wir dann vor zwei großen Betonblöcken stehen, wo seitlich vielleicht noch 60-70 cm Platz ist.

Also abpacken, zu zweit das Trike irgendwie um den Block bugsieren, wieder aufpacken und Lage sondieren, denn man sieht jetzt, dass wir irgendwie vor einem Sandabbaugebiet stehen und immer wieder LKWs vorbei fahren.

Es stellt sich heraus, dass der von Google als fahrbare Weg lt. Satellitenbild nicht (mehr) existiert und wir ein Amphibienfahrzeug bräuchten. Also weiter auf dem Weg seitlich an der Autobahn lang, wo auch die LKWs fahren. Dem Satellitenbild nach führt der Weg dann zu einer großen Baustoffhandlung auf deren Lagerbereich. Irgendwie gruselig, aber wir werden nicht mal blöde angemacht oder ähnliches und passieren deren Betriebsgelände. Anschließend gelangen wir so bei „Anse“ wieder auf eine öffentliche Straße. Google – immer wieder spannend.

Über „Saint-Bernard“ geht es nunn weiter nach „Trévoux“, wo unser zuvor geplanter Track wieder auf uns „wartet“. Die ganze Aktion hat uns mindestens 1,5 Stunden gekostet und so sind wir erst um 16 Uhr beim Campingplatz „l’Ecluse“ in Messieux. über 5 Stunden für 43 km.

Der Platz selbst ist ganz OK, gemähte Stellplätze, saubere Sanitäranlagen usw.. Aber die Elektroinstallation ist etwas abenteuerlich: die Anschlusskästen sind in 2 m Höhe und nur über eine kleine, dreistufige Betontreppe zu erreichen. Die meisten Steckdosen funktionieren nicht, und da sie der Witterung ausgesetzt sind auch teilweise stark verrostet. Auch wenn die deutsche Gründlichkeit der VDE-Normen usw. manchmal nervt, aber hier merkt man, dass es doch zumindest im Grundsatz Sinn ergibt, wenn darauf jemand hin und wieder ein Auge hat. Letztlich haben wir eine funktionierende Steckdose gefunden…

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 43 km

Insgesamt geradelte Reise: 1061 km

Platten: 2

Massieux (04.05.2022)

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