Heute haben wir mal wieder Haferflocken gefrühstückt, weil es am Platz auch keinen Brotservice gibt. Trotzdem kommen wir wieder erst gegen 10 Uhr los, obwohl auch heute wieder 54 km auf dem Plan standen und es wieder warm werden sollte. Irgendwie müssen wir den morgendlichen Ablauf noch optimieren.
Aber dafür läuft es heute richtig glatt, wir sind sehr viel auf dem Via Rhône, dem EV17 unterwegs, der im heutigen Abschnitt auch super ausgebaut ist, nachdem wir bei „Rochemaure“ die Uferseite gewechselt haben. Bei „Châteauneuf-sur-Rhône“ geht es dann wieder auf die andere Seite um kurz danach bei „Viviers“ wieder zurückzuwechseln.
Der Radweg verläuft jeweils dicht an der Rhône, fernab vom Autolärm und ungeduldigen Autofahrers, sehr entspannend. In „Viviers“ weichen wir dann kurz vom Weg ab um Brot zu kaufen. Eine schöne, sehr alte Stadt mit engen Gassen.

Rauf zum Bäcker wollte ich dann nicht mit dem Gepäck, weshalb ich das letzte Stück dann zu Fuß gegangen während Marion die Räder und das Gepäck bewacht. Der Weg hat sich wieder gelohnt…

Anschließend wieder zurück an die Rhône und bis Bourg-Saint-Andëol konnten wir weiter die Ruhe und die Landschaft genießen, unterwegs immer mal wieder Ruinen und andere schön anzusehende Motive.


In „Bourg“ wechselt der Weg dann wieder auf die andere Seite und führt dann durch kleine Dörfer, landwirtschaftliches Gebiet (es gibt unheimlich viel Obstanbau hier) über „Lapalud“ bis „Mondragon“, wo wir dann (wieder einmal) auf dem Weg zum Campingplatz nach oben klimmen müssen. Und damit nicht genug: auf dem Platz „La Pinede“ liegen die Zeltplätze auch noch ganz oben, also noch weiter „hochklettern“ nach der Anmeldung.
Die Flächen für Zelte liegen dann zwar ganz nett am Hang zwischen Pinien in kleinen „Buchten“, wo man versuch hat eine einigermaßen ebene Fläche zu schaffen – was aber nur mäßig gelungen ist.

Wir haben versucht einen möglichst ebenen Platz zu finden, aber in der Nacht merkte man dann doch das aus der gewählte Platz abfällt, die Luftmatratze bzw. der Schlafsack rutschte, es war eine unruhige Nacht.
Ansonsten ist es recht sauber, durch Lage am Hang muss man aber viele Höhenmeter rauf- und runtersteigen, wenn man sich z.B. zum Waschhaus bewegt. Schöner kleiner Bonus: es gibt einen kleinen Pool, den man als Gast kostenlos nutzen darf und der ausnahmsweise sogar schon geöffnet ist. Das haben wir heute auch gleich genutzt – nach der Hitze des Tages eine wirklich willkommene Abkühlung und ein netter Abschluss eines heißen Tages.
Etwas Statistik
Zurückgelegte Tagesetappe: 56 km
Insgesamt geradelte Reise: 1313 km
Platten: 2
