In Anbetracht der heute nur noch sehr kurzen Etappe und der Tatsache, dass wir wahrscheinlich die Wohnung im Oasis erst um 16 Uhr beziehen können, haben wir heute früh ziemlich getrödelt und sind erst um 11:30 Uhr weitergefahren – dafür war das Zelt fast trocken.

Der erste Teil der Strecke ist wieder auf der D-Straße, die wir gestern auf dem Platz zum CP schon befahren haben, wahrscheinlich weil es heute Samstag ist, herrscht deutlich weniger Verkehr, vor allem sind weniger LKW unterwegs. So ist es fast schon angenehm hier zu fahren, vor allem weil auch der Belag uns förmlich schiebt. Etwa 1 km vor La Palme holt uns dann ein älterer Mann auf einem „klapperigen“ Fahrrad von hinten ein und als er auf unserer Höhe war, fängt er an uns seine Lebensgeschichte zu erzählen. während er die ganze Zeit neben uns her fährt, in einer Mischung aus französisch, belgisch und niederländisch, manchmal waren offensichtlich auch deutsche Worte dabei. Irgendwie handelt es sich und einen Lebenskünstler, der während seiner beruflichen Lebenszeit allerhand gemacht hat – soviel hat Marion jedenfalls verstanden. Es gibt schon interessante Begegnungen unterwegs…

Hinter „La Palme“ verlassen wir dann die D und der Mensch verabschiedet sich und wir befinden uns wieder auf einer recht angenehmen Nebenstraße und weiter kreuz und quer durch Felder und Wiesen. Bald kommen wir auf „Leucate-Village“ zugefahren.

Ein paar Höhenmeter noch und wir erreichen den Ort, erstaunlich wie gut Marions Knie das mitmacht. Leucate ist ein kleiner Ort, bzw. eine kleine Stadt (?), mit allerhand Geschäften, Bars, Restaurants usw..

An einer kleinen Boulangerie kaufen wir uns noch ein Brot für später und besorgen dann noch alles für ein Abendessen, für den Fall, dass wir nicht, wie geplant im Restaurant – der „Palmeraei“ – in „Oasis“ essen gehen können.

Dann geht es an die letzten 5 km auf der Sandbank, wo die Naturisten-Dörfer liegen, auf dem Radweg weiter, der übrigens hier wieder der EV8 ist. Um ca. 14:30 Uhr stehen wir vor der Rezeption vom „Oasis“, wo wir offensichtlich schon erwartet werden. Die beiden Damen jedenfalls wissen sofort, wer wir sind. Nach den Formalitäten haben wir dann auch schon den Schlüssel bekommen und können in die Anlage einfahren. Auch die bestellten Fahrrad-Teile (neue Bremsen), die ich hierher habe liefern lassen, standen schon „zur Abholung bereit“.

Wir suchen die Wohnung, parken die Räder vor der Tür, ziehen unsere Klamotten aus und gehen rein. Alles passt, wir haben Meerblick

und eine gut ausgestattete Wohnung.

Hier können wir gut und gerne 14 Tage verbringen. Grundsätzlich kennen wir die Anlage gut, weil wir vor 14 Jahren (also 2008) schon einmal Urlaub mit den Kindern hier verbracht haben.

Wie auch in „Cap d’Adge“ kann man im „Oasis“ und allen anderen „Dörfern“ hier 24 Stunden am Tag nackt sein. Aber der Charakter hier entspricht viel mehr unserem Naturell als Cap d’Adge, es ist familiärer, es passt einfach besser. Außerdem ist es hier viel grüner und in der Anlage dürfen keine Autos fahren. Cap d’Adge ist halt als Stadt angelegt, hier ist es mehr Dorf und die „Nackt-Quote“ ist auch höher, man fühlt sich viel wohler.

Mit der Ankunft hier haben wir das zweite große Ziel erreicht! Jetzt kann Marion ihr Knie erst einmal schonen und wir können es uns richtig gutgehen lassen.

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 20 km

Insgesamt geradelte Reise: 1616 km

Platten: 2

Naturist-Village Oasis (21.05.2025)

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