Heute ist unsere Ruhephase in Val Drôme Soleil schon wieder zu Ende, es hat uns sehr gut gefallen, Betreiber und Gäste sind alle sehr nett, es ist supersauber hier und einige Tage kein Zelt abbauen, Einkaufen und Essen kochen zu müssen ist schon ziemlich angenehm. Die nächste, längere naturistische Zeit werden wir erst im Oasis bei Port Leucate genießen – ca. 450 km entfernt. Da heute Donnerstag ist und wir in einer Woche Freitags oder spätestens Samstags ankommen wollen (Sonntags ist dort leider kein Anreisetag) haben wir max. 10 Tage Zeit. Das bedeutet jeden Tag ca. 45 km, geplant sind die ersten Etappen mit mehr Kilometern (>50), damit wir hinten raus etwas Luft gewinnen. Bei den anstehenden Temperaturen nahe 30 Grad schon eine gewisse Herausforderung.

In der Nacht hatten wir heute noch eine unangenehme Erfahrung: schon in der Nacht davor haben wir etwas um unser Zelt „schleichen“ hören, diese Nacht klapperte es wieder bei unseren Vorratsdosen und ich habe mir die Taschenlampe geschnappt und bin raus. Die Dose mit dem Käse war weg, ich habe noch in den Waldrand geleuchtet, konnte aber letztlich nichts sehen. Erst am nächsten Morgen hat Marion die Dose dann angeknabbert wiedergefunden.

Der Käse war noch drin, aber die Dose hin. Fazit: zukünftig müssen solche Sachen unzugänglicher gelagert werden, auch wenn sie sich in festen Behältern befinden.

Heutiges Ziel ist der Campingplatz „L’Ile Blanc“ nahe Montélimar, etwa 55 km. Die Rückfahrt zum EV17/Via Rhône, entspricht bis etwa Allex der gleichen Wegstrecke, wie bei unserer Anreise. Ab dort werden wir den Drôme-Radweg verlassen, weil unser Ziel jetzt ja weiter südlich liegt.

Es läuft gut (klar, es geht jetzt ja auch quasi nur bergab) bis wir dann eben auf Höhe Allex ankommen, wo wir dann plötzlich vor einem Singletrail stehen, weil ich leider wohl ein falsches Profil im BRouter gewählt habe. Der Radweg wird zur Schotterpiste, geht in einen Feldweg über und endet dann in besagtem „Singletrail“. Also zurück, manuell einen Alternativweg suchen, was dann in „Rumgeeier“ endet und uns Zeit, Nerven und Kraft kostet. Trotz allem bieten sich unterwegs immer mal wieder Fotomotive.

Irgendwann kommen wir dann doch in „Champy“ wieder auf eine fahrbare D-Straße und folgen ihr bis „Livron-sur-Drôme“, überqueren den Fluss, streifen „Loriol-sur-Drôme“ und kommen dann bei „Saulce-sur-Rhône“ endlich mal wieder (mehr oder weniger) weg vom Mischverkehr.

Der EV17 verläuft hier auf der anderen Seite der Rhône und hier in der Ecke gibt es keine Brücke. Was natürlich auch bedeutet: viel zu sehen gibt es bis hierhin nicht.

Hinter „Les Tourettes“ bzw. „La Coucourde“ geht es endlich wieder in den ländlicheren Bereich, es wird wieder sehenswerter, aber wir bekommen (wieder mal kurz vor Schluss) relativ ordentlich Höhenmeter, es ist aber gleichzeitig der schönste Abschnitt der Etappe und ergibt als kleine Entschädigung noch eine flotte Abfahrt.

Auf Grund der Dauer des Rumirrens, der Höhenmeter und des noch notwendigen Einkaufs sind wir heute erst spät am Ziel, es ist schon 18 Uhr, als wir Ancône (bei Montélimar) erreichen und letztlich sind es dann auch noch 63 km geworden. Der Campingplatz ist nur mittelmäßig, ziemlich heruntergekommen und der Sanitärbereich – naja. Nicht wirklich dreckig, aber da ist eindeutig Luft nach oben.

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 63 km

Insgesamt geradelte Reise: 1257 km

Platten: 2

On the Road again… Montélimar (12.05.2022)

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