Die Nacht hier in Broons war sehr ruhig, wir sind wieder früh hoch um erneut pünktlich unterwegs zu sein. Die heutige Etappe zu unserem nächsten „Kurzurlaub“ in Pallieter ist allerdings, wie schon geschrieben, auch nur 26 km lang. Aber so haben wir wenigstens die Möglichkeit die Hitze des Tages schon mal textilfrei auf dem Platz zu verbringen.
Bevor wir aus „Broons“ abfahren müssen wir noch Lebensmittel für zwei Tage einkaufen, da es in „Pallieter“ keine Möglichkeit der Verpflegung gibt. Danach dann noch schnell zum Bäcker für unsere Tagesration, dann geht es auf die Piste. Anfangs kommen wir gut voran, weil es zunächst mehr runter als rauf geht.

Bei „Trédias“ dann der erste knackige Anstieg und ein Stück nach dem Ort dann der Zweite. Anschließend geht es durch eine landschaftlich attraktive Landschaft und durch Orte wie „Languédias“, vorbei am „Étang de Beaulieu“ (ein Bad wäre jetzt genau das Richtig) und viele winzige Orte. Etwas hinter „Plélan-le-Petit“ hat dann das kraftraubende Rampenfahren vorläufig ein Ende, es geht für ca. 5 km eigentlich nur bergab.

Wir „rasen“ durch „Saint-Michel-de-Plélan“ und müssen dann bei „La Motte es Rieux“ zum Gelände abbiegen. Hier erwartet uns dann noch eine letzte ziemlich heftige, wenn auch recht kurze Steigung hoch nach „La Basse Lande“ (ein Widerspruch in sich – übersetzt „Die Niederung“ ), bevor es dann zum Platz von „Pallieter“ sanft abfällt. Nach 26 Kilometern sind wir um 12 Uhr am heutigen Ziel. Wir melden uns an, ziehen blank und suchen uns unseren Platz aus. Anschließend ist erst mal Ruhe im Schatten angesagt, es ist inzwischen ziemlich heiß und wir sind froh hier zu sein.
Der Platz ist sehr schön angelegt mit teilweise älterem Baumbestand. Insgesamt sind es drei kreisrunde Teilplätze, jeweils mit kleinen Straßen verbunden, wovon offensichtlich zur Zeit nur zwei bewirtschaftet werden. In jedem Teilplatz befindet sich eine kreisförmige Straße, die Stellplätze sind links und rechts davon und genau in der Mitte befindet sich bei beiden jeweils ein Sanitärgebäude, optisch durch Bäume und Büsche von den Stellplätzen abgetrennt, welche regelmäßig sauber gemacht werden (während unseres Aufenthaltes haben wir sie nie wirklich verdreckt angetroffen).
Es gibt einen Pool und neben dem Platz zieht sich ein Tal entlang, in den man über Spazierweg hinunterlaufen kann. Unten schlängelt sich – normalerweise, wenn er nicht wie jetzt mehr oder weniger ausgetrocknet ist – ein kleiner Bachlauf entlang und man kann über gemähte Wege durch den Wald spazieren gehen.
Ansonsten gibt es eine kleine Bar und einen kleinen Kinderspielplatz. an 5 Tagen die Woche fährt morgens ein Bäcker auf den Platz und verkauft Brot, einmal die Woche kommt offensichtlich ein Pizzawagen und es findet ein gemeinschaftlicher Grillabend statt, wo man allerdings sein Grillgut selbst mitbringen muss. Schade ist, dass sonst keinerlei Speisen verkauft werden, und dass es keine Infrastruktur für Gäste ohne Wohnwagen/-mobil gibt, also keinen Kühlschrank/Gefrierschrank usw.. Man kann nur gegen Bezahlung Kühlakkus „nachladen“ und zum nächsten Supermarkt sind es fast 6 km. Das schränkt unseren Aufenthalt deutlich ein, so dass wir nur 2 Nächte bleiben werden. So gerne wir auch länger bleiben würden, aber mit Rädern ist einkaufen fahren eben nicht mal „ebenso“.
Fazit: „Pallieter“ lohnt durchaus einen Besuch aber nur, wenn man entsprechend ausgerüstet und/oder mobil(er) ist.
Etwas Statistik
Zurückgelegte Tagesetappe: 26 km
Insgesamt geradelte Reise: 3036 km
Platten: 5
