Die Nacht in Orchamps war erwartungsgemäß sehr ruhig, am Doubs haben zwar teilweise die Frösche gequackt, aber sonst war es herrlich still. Sogar eine Nachtigall konnten wir immer Mal wieder singen hören.

Weil wir heute keine 40 km unterwegs sein werden bis Chaussin, haben wir auch etwas länger geschlafen, durch das Dach über unserem Zelt hält sich auch die Feuchtigkeit unseres Zeltes in Grenzen, so dass wir zügig abbauen können. Es ist ca. 10 Uhr als wir abrollen.

Interessanterweise wird die Strecke am Kanal langsam wieder netter, bei Rochfort-sur-Neon stehen wieder mächtige Feldformationen am Wegesrand, was wohl dem Ort auch seinen Namen gegeben hat: Roche – Fels und Fort – Festung.

Hier drehen wir kurz in den Ort ab um unsere Marschverpflegung vom Boulanger zu holen, danach geht es weiter Richtung Dole. Dort beim „Ortseingang“ bietet sich gleich ein nettes Fotomotiv, letztlich sind wir dann auch wieder schnell aus dem Ort heraus.

Etwas weiter bei Choisey müssen wir über eine Brücke die Kanalseite wechseln, an dieser Stelle sind wir 2022 zurück von Arbois auch wieder auf den EV6 getroffen. Dafür fahren wir dieses Mal fahren schon ein kurzes Stück weiter, auf Tavaux zufahrend ab in Richtung des Radwanderwegs „Voie de la Bresse Jurassienne“, den wir auch morgen weiter befahren werden.

Nach etwas „hin und her“ fädeln wir uns dann auf die ehemalige Bahntrasse ein und sind bis Chaussin wieder ohne Autoverkehr unterwegs. Der Weg führt viel „durchs Grüne“, hat aber kaum Anstiege/Gefälle, gibt aber sonst nicht viel Spannendes her, dafür rollt es ziemlich gut. Ab und an sorgen die (zum Teil) renovierten Dahnhöfe, wie hier in Pleure etwas Abwechslung:

Wir machen unterwegs unsere Mittagspause und genießen die „grüne Welt“.

Wir erreichen Chaussin, werden relativ charmant durch den Ort geleitet – der Campingplatz „La Canoe“ liegt auf der anderen Seite des Ortes etwas außerhalb und gegen 14 Uhr stehen wir dann vor der Schranke und werden gleich sehr freundlich vom Besitzer begrüßt. Wir bezahlen und er führt uns dann über den Platz zu dem Bereich, in dem wir unser Zelt aufschlagen dürfen, wir können uns aussuchen, wo genau wir stehen möchten.

Letztlich sind die zur Verfügung stehenden Flächen alle nicht wirklich toll, teilweise haben Kaninchen oder so an vielen Stellen gebuddelt, oder die Fläche ist größtenteils Sand/Lehm. Wir suchen uns den besten Platz aus, stellen die Räder in den Schatten und verkriechen uns in denselben.

Leider hat das Eincremen bei mir heute Morgen nicht mehr ausreichend gewirkt, mein beginnender Sonnenbrand auf den Oberschenkeln ist etwas stärker geworden. Testweise kühle ich sie unter kalten, fließenden Wasser, was wirklich etwas Linderung bringt. Ich wiederhole das nach und nach immer wieder und die Rötung geht deutlich zurück. Trotzdem werde ich in den kommenden Tagen zusätzlich zum Eincremen mit 50er Sonnencreme sicherheitshalber mit langer Radhose fahren um es nicht noch weiter zu verschlimmern.

Als unser Platz vollständig im Schatten liegt, bauen wir das Zelt auf und es ist auch von innen fast vollständig trocken, nur in der Apsiden ist ganz leichte Feuchtigkeit – auch im Nachhinein ist so ein Zelt über dem Zelt schon was Feines…

Nun müssen wir nur noch unser Abendessen vom Intermarché holen, der praktischerweise am Ortsausgang von Chaussin ist, nicht ganz 2 km mit dem Rad (sind wir vorhin schon vorbeigefahren). Den Abend lassen wir dann vor dem Zelt langsam ausklingen, das erste Mal, dass es auch Abends noch warm ist.

Tagesstrecke: 38 km
Tourstrecke: 361 km
Pannen: keine

CP Kosten: 14 €

Chaussin (21.05.2026)

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