Landesgrenze Frankreich

Eigentlich wollten wir ja heute Morgen etwas früher „vom Hof kommen“, aber es hat dann doch wieder länger als gewollt gedauert und so starten wir wieder erst um 11 Uhr. Die heutige Etappe soll uns zunächst direkt durch Karlsruhe führen um an den EuroVelo 15, den „Rheinradweg“ zu kommen. Der Teil durhc die Stadt läuft besser als erwartet und wir sind schon nach etwa einer Stunde auf dem deutschen Teil des EV15, der aber irgendwie unsere Erwartungen nicht erfüllt hat.

Zu Beginn ist es dann zwar landschaftlich recht schön und vor allem autofrei, aber die „Fahrbahn“ (wenn man sie denn so nennen will) nicht schön. Eine Schotterpiste aus einer Basis von relativ feinem Splitt, der aber immer wieder durchsetzt ist von größeren Steinen – wohl um Löcher zu flicken – die sich aber natürlich großzügig überall verteilen. Weder richtig gut zu fahren noch sonderlich Material schonend…

Nach ca. 21 km setzen wir dann mit der Rheinfähre Neuburg auf die andere Seite des Rheins und haben festgestellt, dass das eine vollkommen richtige Entscheidung war. Schon gleich nach dem Fähranleger führte die weitere Route direkt am Rhein lang und hat eine wunderbare Oberfläche, wir „schweben“ geradezu dahin und können richtig Strecke machen. Etwa bei km 25 wird dann bei Überschreiten der Landesgrenze zu Frankreich „umgeflaggt“, leider ohne „Marseillaise“ ;-).

Danach genießen wir dann noch viele Kilometer bei schönstem Wetter, angenehmen 16-18 Grad und superschöner Landschaft. Genauso haben wir uns unsere Reise vorgestellt: mit +/- 15 km/h durch die Landschaft gleiten und viele Eindrücke aufnehmen – das geht nicht mit dem Auto in dieser Intensität, wo die Landschaft isoliert an einem vorbeirast. Genau das ist der Grund, warum wir das Trike gewählt haben.

Die letzten Kilometer führen dann über kleine Landstraßen teilweise durch kleine Orte bis nach Rœschwoog bis zum Camping du Staedly, wo wir heute unser Zelt aufschlagen. An sich ein schöner CP mit eigenem Badesee, aber leider sind die sanitären Anlagen irgendwie „konfus“ und ziemlich in die Jahre gekommen. Und auch sonst wird nichts angeboten, keine Getränke, kein Brot/Brötchen am Morgen, nichts. Zudem auch hier in relativer Nähe wieder eine Autobahn – nicht ganz so wie in Karlsruhe und vor allem Mannheim, aber auch nicht richtig ruhig, das ist aber schon klagen auf hohem Niveau.

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 54 km

Insgesamt geradelte Reise: 384 km

Platten: 2

Bonjour France (17.04.2022)

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