Warnhinweis: sollte meine Schrift heute unleserlich sein, oder einzelne Buchstaben aus der Reihe tanzen, hat das was mit der Rüttelstrecke zu tun, der wir heute während fast der kompletten Fahrt ausgesetzt waren – doch der Reihe nach…

Da es heute nicht ganz so warm werden soll, also 29 statt fast 35 Grad, hatten wir beschlossen den Wecker erst um 7 Uhr wecken zu lassen. Trotzdem schaffen wir es um 8 Uhr unterwegs zu sein, wir brauchten kaum zu packen und cremen ist heute zunächst auch nicht nötig: es ist bedeckt und das soll bis Mittag auch so bleiben.

Kaum auf der Strecke, vielleicht 1 oder 2 km gefahren, steht uns wieder einmal ein „Route barrée“ im Weg, das kann doch wirklich nicht wahr sein und hier nicht einmal ein Hinweis auf eine Umleitung. Über Osmand fahren wir dann ca. 3,5 km der Reihe nach „rechts – links – links – links – links – links“ und landen direkt hinter der Sperre auf der anderen Seite und können unseren Weg auf dem Track fortsetzen. Damit sind dann aus den geplanten 66 km zusammen mit dem Weg zum Bäcker schon mal 71 km geworden.

Dieser Teil des Tracks ist dann wirklich so, wie ich ihn in Erinnerung habe: ziemlich langweilig, überhaupt nichts interessantes. Wir kommen an die erste (für uns sichtbare) Schleuse und erkennen die Ampel wieder, die direkt an der Überquerung der kleinen Straße steht, auch die Autofahrer haben links und rechts Ampeln, weil die Brücke nur einspurig ist.

In dem Moment, wo wir auf der Straße sind und auf der anderen Seite wieder runterfahren, erkennen wir dann auch die Stelle wieder, wo wir 2022 durch den gerade ausgeschütteten, noch warmen Teer fahren sollten (mussten). Ich halte noch nach den typischen 3 Spuren unserer Trikes Ausschau, aber die sind dann doch wohl noch gut ausgewalzt worden (lach), bis hier fährt es sich auch noch ganz gut.

Es geht weiter relativ trostlos zu, was sich erst vor Damazan ändert, es wird wieder deutlich „Canal du Midi“ ähnlicher, mit dichtem Grün links und rechts, vielen Platanen. Gleichzeitig wird der Untergrund hier schon langsam schlechter – er war schon vorher seit Sérignac nicht glatt, aber hier wird er richtig rauh. Und das begleitet uns die ganze Strecke weiter. Es wechselt von „eingermaßen zu fahren“ über „oh man, was ist das rauh“ hin zu „der Weg ist wirklich auf!!!“. Mit nicht so straff aufgepumpten, dicken Reifen mag man damit nicht so viel mitbekommen, aber wir fahren mit hohem Luftdruck um weniger Rollwiderstand zu haben, da rüttelt es einem das Gehirn ordentlich durch.

Optisch bleibt es dagegen weiterhin richtig schön, teilweise fast noch schöner als zu Beginn am „Canal du Midi“. Hinter Damazan kommen wir dann in Gefilde, die wir noch nicht kennen, vor 4 Jahren sind wir dort abgebogen um nach Casteljaloux zu kommen.

Ich kann weiterhin nur sagen, der Weg „Deux Mers“ lohnt sich wirklich, es ist nach wie vor der schönste Radweg, den wir bislang befahren haben, daran ändern auch die teilweise katastrophalen Oberflächen nichts.

Hier ist jetzt auch mehr Schiffsverkehr privater Natur zu beobachten, immer stehen wieder teilweise richtig schöne Schiffe am Rand.

Oder man kommt an (vermeintlichen) Schiffsfriedhöfen vorbei, jedenfalls sehen die „Moderboote“ so aus wie „is vermodert“.

Man kann hier also nicht mehr sagen, dass es langweilig ist, es sei denn man empfindet das sich wiederholende Bild „Platanen und Kanal“ als eintönig, da hat ja jeder so seine eigenen Präferenzen.

Bei Meilhan-sur-Garonne müssen wir erneut die Uferseite wechseln und es steht wieder was im Weg – wer weiß es, wer weiß es? Richtig „Route barrée“ und sogar eine ausgewiesene Umleitung. Ganz ehrlich: in dem Moment sind wir noch nicht einmal böse jetzt auf eine kleine Nebenstraße „gezwungen“ zu werden. Hier geht es plötzlich deutlich schneller voran, die Oberfläche ist relativ glatt, wir schweben geradezu dahin. Dann erreichen wir die Abzweigung, wo die Umleitung uns zurück zum Kanal leiten will – die wir irgendwie völlig übersehen haben und versehentlich geradeaus weiterfahren hust

In der Nähe des Ortes „Hure“ führt auch dieser Weg dann etwas weiter wieder an den Kanal und gefühlt ist die Oberfläche hier etwas besser. Bei Meilhan haben wir das Departement Lot-et-Garonne verlassen – liegt es vielleicht am Departement? Das werden wir erst morgen sehen, denn nun geht es bei Tartifume wieder runter vom Radweg und wir steuern La Réole bzw. den vorgelagerten Ort Rouergue und den dortigen Camping Municipal du Rouergue an.

Der Platz liegt direkt an der Garonne und alle Fahrzeuge unterhalb von 2,30 m können direkt unter die Sperre durchfahren, schon einen Platz suchen und aufbauen – so hoch sind wir nun doch nicht bepackt und wir finden einen schönen Platz mit Blick auf die Garonne.

PS: dieser Bericht enthält zum Teil Informationen aus Wikipedia (durch * gekennzeichnet)

Reisetag 25 (+ 8 Ruhetage)
Tagesstrecke: 72 km
Tourstrecke 1531 km
Pannen: keine
CP Kosten: 17,50 €

Le Rouergue (16.06.2026)

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