Auch heute Morgen ist es hier in L’Isle-sur-le-Doubs trocken, aber ziemlich nebelig. Außerdem hat es auch heute Nacht noch einmal geregnet, das Zelt ist darum wieder ziemlich nass von außen. Unsere Nachbarn Axel und Milan, die wir gestern Abend noch kennengelernt haben, sind noch nicht wach, aber andere Zelter sind schon am Abbauen und Verräumen, was wir auch jetzt machen.

Ich wische das Zelt trocken, Marion packt die Luftmatratzen usw. ein und macht uns einen „Reisetee“ fertig. Langsam aber sicher wird es etwas heller, die Sonne funzelt etwas durch den Nebel, gut so, dann trocknet dass Außenzelt auch noch etwas von innen bis wir es auch einpacken. Aber vorher noch alle Taschen an die Räder, alles wieder einräumen, Morgentoilette und dann das Zelt.

Wir verabschieden uns von unsereren Reisebekanntschaften – die beiden wollen heute auch bis Besançon, allerdings bis in den Ort und dort eine Pension nehmen, während wir auf den Camping Besançon wollen, etwa 8 km vor dem Ort. Wieder schaffen wir es erst kurz nach 10 Uhr vom Platz zu kommen, nächster Halt ist der Bäcker direkt an der Route und dann geht es aus dem Ort heraus.

Anfangs wird die Route des EV6 zusammen mit dem Autoverkehr nach Appenans geführt, bevor wir dann wieder auf einen eigenen Weg wechseln dürfen. Es ist trocken, aber immer noch windig und, wenn die Wolken die Sonne verdecken, immer noch Recht frisch, die lange Jacke kann man noch ohne Weiteres tragen. Wir kommen gut voran, zwischendurch verläuft der Weg immer Mal wieder abschnittsweise auf den „normalen“ Straßen. Landschaftlich ist es wunderschön,

aber auch einer der Teilbereich, wo der EV6 relativ viel in Partagé, also zusammen mit dem übrigen Verkehrsteilnehmern gefführt wird. So auch in Pays-le-Clerval, hier müssen wir durch den Ort fahren, die Führung des Radweges ist ziemlich „verschnörkelt“, quasi durch Hinterhöfe und kleine Gassen um dann kurze Zeit später wieder auf die „D“ zu treffen, die wir kurz vorher verlassen sollten – alles noch innerhalb des Ortes.

Kurz hinter dem Ort geht es wieder auf „eigene Wege“ entlang des Doubs. Mittlerweile befinden wir uns im französischen Jura, an einigen Berghängen sieht man nackten Fels, dies ist definitiv eines der schönsten Abschnitte hier am Rhein-Rhône-Kanal.

Bei Baumes-les-Dames kommen wir ganz in der Nähe des Campingplatzes von ’22 vorbei, kurz vorher ist aber ein Wechsel auf die andere Uferseite angesagt.

An einem schönen Plätzchen mit Bänken und Tischen machen wir dann Pause und nach einiger Zeit kommen dann Axel und Milan und die beiden beschließen auch hier Pause zu machen. Da wir fast fertig sind, verabschieden wir uns nach einiger Zeit und fahren weiter.

Heute sind wir wieder mit „normaler“ Geschwindigkeit unterwegs, nicht wie gestern, wo wir möglich schnell vorankommen wollten. Dadurch sind wir dann auch erst um ca. 16:30 Uhr auf dem Campingplatz Besançon, der eigentlich in Chalezeule liegt. Wir gehen in die Rezeption und die Dame an der Anmeldung erklärt uns, welche Möglickeiten wir haben. Unter anderem können wir einen Platz auf der Zeltwiese bekommen, wo es auch die Möglichkeit gibt unsere Akkus zu laden und günstiger als ein „eigener“ Stellplatz. Wir sollen uns das Mal ansehen und wenn es nicht zu feucht ist, können wir uns wieder bei ihr melden und bezahlen.

Wir fahren mit den Rädern zur Wiese und es ist perfekt für uns, eigentlich sogar weniger feucht als auf den Plätzen zuvor, es gibt eine Stromsäule – und Axel und Milan sind auch gerade am Aufbauen. Die meinten, da deren Zelte noch zu nass beim Abbau gewesen seien, hätten sie auf die Pension verzichtet.

Marion geht zahlen, ich beginne das Zelt aufzubauen, anschließend gehen wir noch einkaufen – es gibt zu Abendessen unsere „Bohnenpfanne mit Merguez“.

Wir sitzen mit den beiden an einer Bank und haben wieder viel zu erzählen.

Tagesstrecke: 62 km
Tourstrecke: 268 km
Pannen: keine
CP Kosten: 12,41 €

Besançon (19.05.2026)

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