Nun sind wir schon den sechten Tag in Sablière, morgen geht unsere Reise weiter. Zeit für ein kleines Zwischenfazit – zum Aufenthalt hier und der bisherigen Reise.
Mittlerweile liegt in etwa ein Viertel der gesamten Reise hinter uns. Nach holperigem und kaltem Start wurde schnell wärmer, eigentlich teilweise schon zu warm, so dass wir uns gezwungen sahen immer früher zu starten. Wir haben viel gesehen, viel erlebt, Leute kennengelernt, einiges durchgestanden und es hat Spaß gemacht, auch wenn es manchmal anstrengend war. Im Großen und Ganzen hat (fast) alles so geklappt, wie es geplant war, vieles war so wie erwartet oder besser, anderes (wenig) dagegen hat die Erwartungen nicht erfüllt.
Die Mischung von bereits bekannten und neuen Strecken war genau richtig, Wiedererkennung und neues erleben macht das ganze erst interessant. Nicht immer sind Bahnstrecken „die optimale Wahl“, aber dauerhaft auf „Ds“ wäre auch keine Alternative. Letztlich ist es wie immer im Leben, die Mischung macht’s.
Die „Domaine naturiste de la Sablière“ ist für uns in die Reihe der Urlaubsziele aufgenommen, die durchaus weitere Besuche wert sind.

Allerdings nicht wieder mit dem Fahrrad, dazu gleich mehr. Die Wege hier sind ganz andere, als z.B. im Euronat oder im CHM, wo man vieles fußläufig (hier dagegen schon eine Herausforderung) oder zumindest mit dem Rad machen kann. Durch die Höhenmeter hier auf dem Gelände braucht man schon kräftige Waden, ob zu Fuß oder mit dem Rad – oder einen Motor. Von unserem Haus bis nach ganz unten sind es über 100 Höhenmeter auf nicht einmal 1,5 km.
Aber erholen kann man sich hier Wo wir „Zuhause“ sind ist es sehr ruhig, unser Haus ist einfach aber zweckmäßig ausgestattet, wir vermissen nicht viel. Einen Kritikpunkt haben wir aber trotzdem: einkaufen kann man auch hier auf dem Platz, aber es ist bei vielen Dingen teuer und man muss sehr darauf achten keine abgelaufenen Produkte zu kaufen. Das haben wir so noch auf keinem Platz erlebt.
Allein das ist schon ein Grund, dass wir einen weiteren Aufenthalt hier nur mit einer Anreise mit dem Auto in Betracht ziehen werden. Dann kann man rausfahren nach Barjac oder Alès um zum Beispiel einzukaufen.
Die Restaurants hier auf dem Gelände sind ganz gut um ab und an nicht selbst kochen zu müssen, preismäßig im Rahmen, aber ohne große Auswahl – so wie es halt auf vielen Plätzen ist.
Die Woche über ist jetzt auch die Hitzephase zurückgegangen, die Temperaturen liegen jetzt im Bereich zwischen 25 und unter 30 Grad, deutlich besser zu ertragen. Dies soll auch in den kommenden Tagen anhalten, es soll trocken bleiben, also vielleicht ideales Fahrwetter. An zwei Tagen war es hier bewölkt, Dienstag und Donnerstag, Donnerstags hat es dann auch länger geregnet. Vorher haben wir die Zeit noch am „Hallenbad“ verbracht, wo es trotz Wolken angenehm warm war.

Morgen früh geht es dann weiter Richtung Quissac, dann am Zentralmassiv teilweise wieder über ehemalige Bahntrassen entlang über Revel zum „Canal du Midi“. Unsere nächsten größeren Ziele sind das CHM in Montavilet, der Platz „La chesnaie“ in der Nähe von Duclair bzw. Anneville und zum Abschluss Paris, der letzte größere Abschnitt ist dann der Weg nach Hause.
Wie geht es dann weiter? So einen vollständigen Blick darauf haben wir noch nicht, klar ist nur, dass diese Reise der Abschluß der großen Reisen mit den Liegerädern ist. Es wird irgendwie weitergehen, vielleicht mit dem Elektroauto und einem Dachzelt? Also Liegereisen auf dem Autodach? Oder stattdessen mit einem größeres „Hauszelt“, in dem man aufrecht stehen kann?
Wer weiß, liegereisen.de wird weitergehen und eine Idee schwirrt schon länger im Kopf rum: eine größere Rundreise in Frankreich von Naturistenplatz zu Naturistenplatz – es gibt viele davon in Frankreich und anderswo. Mal sehen, wir werden berichten…
