Nach einer halbwegs erholsamen Nacht sind wir heute wieder gegen 10:30 Uhr gestartet. Da die geplante Etappe nach Meppen (Helte um genauer zu sein) „nur“ knapp 55 km lang war hat uns nichts wirklich zu Eile getrieben und so war es ja auch gedacht: uns treibt ja keiner.
Da erneut nur einstellige Temperaturen angesagt sind, beschliessen wir den kürzesten Weg zu nehmen und so führt uns unser Track heute in weiten Teilen an der B70 lang. Nicht richtig schön, aber zweckmäßig.
Der Radweg unterwegs ist soweit in Ordnung, was aber absolut obernervig ist, sind überall die Bettelampeln. Auch Seitenwechsel an unübersichtlichen Stellen (Kuppe bzw. Kurve) ohne jede Geschwindigkeitsbegrenzungen und 90 Grad Führungen über Abbiegestreifen machen dem Emsland als vielgerühmtes „Fahrradparadies“ keine Ehre. Auch hier gilt – wie in weiten Teilen der Republik – eher Emsland eilig Autoland, Radfahrer eher unerwünscht.
Richtig erholsam ist dann auch ein Abschnitt vor Lathen: hier ist die komplette Fahrbahn wg. Erneuerung der Oberfläche gesperrt, der Radweg aber weiter befahrbar – welch eine Ruhe…
Zwischendurch kommt während des Tages dann sogar auch noch die Sonne durch. Das könnte richtig schön sein, wenn es nicht trotzdem so kalt wäre. Zu sehen gibt es heute auch nicht viel, wie auch? An der Bundesstraße ist es halt eher trostlos. Nur die wenigen Abschnitte abseits davon sind ganz nett, aber genießen können wir sowas dann trotzdem nicht.
Meinem Knie ging es heute zwar besser, wahrscheinlich vor allem, weil ich mir die leichtere Laufhose angezogen habe und darüber die Regenhose als Windschutz. Das hat deutlich den Druck von der Kniescheibe genommen. Erst die letzten Kilometer von Meppen zum „Schulten-Hof“, wo wir uns heute in eine kleine Ferienwohnung einquartiert haben, werden langsam unangenehm, weil sich dann auch noch die Archillessehne verstärkt meldet. Nicht zuletzt wohl, weil es gegen 16:30 Uhr auch immer kälter wird.
Die ist inzwischen mit Schmerzgel ruhig gestellt, nachdem wir beide ausgiebig geduscht haben. Jetzt lassen wir den Abend noch ausklingen und lecken unsere Wunden 😉

Und morgen geht es dann weiter, grobe Richtung Rheine…
