Stadtmauer Neuf-Brisach mit Info-Schild

Wieder eine ziemlich kühle Nacht knapp oberhalb des Gefrierpunktes, der Lüfter hat uns wieder vor dem Schlimmsten bewahrt. Aber der Morgen erwartete und wieder mit schönstem Sonnenschein wie die ganzen letzten Tage auch, allerdings bei immer noch frischen 6-7 Grad. Durch die Sonne wird letztlich aber schnell wärmer und das von Tau benetzte Zelt kann wieder trocken eingepackt werden.

Heute merken wir beide den vergangenen Tag und wir sind auch erst um 10:45 Uhr losgekommen, nachdem wir das erste leckere französische Brot zur Hälfte verspeist haben, die phantastischen Croissants sparen wir uns für unterwegs auf.

Mega-Croissant vom CP Gerstheim

Die heutige Etappe soll uns nach Neuf-Brisach führen und zur Übernachtung weiter nach Geiswasser, weil der Campingplatz in Neuf-Brisach geschlossen wurde. Zum Glück sind inzwischen die Osterfeiertage vorbei, so dass wir endlich wieder einkaufen konnten, unsere Vorräte gehen langsam aber sicher zur Neige – man hat ja schließlich unterwegs keinen Kühlschrank dabei…

Die ersten 4 Kilometer zurück an den Kanal und dann 30 km daran entlang bis Artzenheim rollen sehr gut, wenn auch immer wieder durchsetzt von kurzen aber knackigen Anstiegen, wenn es bei den Schleusen zur nächsten Staustufe hochgeht. Landschaftlich ist diese Strecke ein Traum, auf der einen Seite der teilweise zugewucherte Kanal auf der anderen Seite Waldgebiete, Auen, Ländereien. In den waldigen Gebieten steht teilweise Bärlauch dicht an dicht, einfach toll.

Rhein-Rhone-Kanal mit begleitendem Radweg

Allerdings darf auch hier der obligatorische „Nörgelpunkt“ nicht fehlen: wer ungerne auf mittelgroben Schotter fährt, sollte schon bei Marckolsheim abfahren und bis Artzenheim die parallele D468 nehmen. Die ca. 8 km haben schon zusätzliche „Körner“ gekostet, die bei uns heute irgendwie doppelt zählten. Aber landschaftlich kann das natürlich nicht mit dem Kanalweg mithalten.

Der Rhein-Rhone-Kanal

Gegen 16:15 Uhr erreichen wir Neuf-Brisach und drehen eine Runde durch den inneren Teil. Irgendwie nicht so richtig spannend, die sehen teilweise so aus, als ob man sich in einer Kaserne der 50er Jahre oder so befindet., am interessantesten ist noch die äußere Verteidigungsanlage, aber sonst? Da muss man wohl schon an Geschichte interessiert sein…

Gebäude in Neuf-Brisach

Im Anschluss sind wir einkaufen gefahren und machen uns auf die letzten 7 km Weg nach Geisswasser wo wir kurz vor 18 Uhr den Campingplatz „l’Oree du bois“ erreichen und sehr nett von der Betreiberin empfangen werden. Der CP hat nur relativ wenige Plätze, ist aber sehr schön, alles ist sauber, neue und gepflegte Sanitäranlagen und mit knapp über 14 Euro inkl. Strom extrem günstig. Leider keinerlei Versorgung wie Brot, Getränke und so weiter, trotzdem absolut empfehlenswert!

Obwohl wir heute „nur“ etwas mehr als 60 km gefahren sind, waren wir genauso lange unterwegs wie gestern. Es wird Zeit für einen Ruhetag, das sagt mir langsam auch meine rechte Ferse bzw. die Archillessehne (während es meinen Knien immer besser geht).

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 62 km

Insgesamt geradelte Reise: 521 km

Platten: 2

Neuf-Brisach und Geiswasser (19.4.2022)

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