Gestern haben Marion und ich noch als Dankeschön an unsere Gastgeber ein kleines „kaltes Buffet“ zubereitet. Es gab allerlei leckere „Vorspeisen“, wie selbstgemachten Tzatziki, griechisches Sushi (gefüllte Weinblätter) und einige weitere kleine Leckereien. Es sollte zum Abschied wieder ein schöner Abend werden.

Nach dem Frühstück haben wir wieder unsere Räder bepackt, aber auch der Urlaub der anderen geht heute zu Ende. Bevor wir losgefahren sind haben wir noch einige (dicke) Klamotten sowie die Helme in einen Karton gepackt und nach Hause geschickt. Nun werden sich einige fragen, warum die Helme, die waren doch eigentlich für die Erfüllung der Helmpflicht außerorts in Spanien dabei. Nun… wir haben uns in den vergangenen Tagen Gedanken über unsere weiteren Ziele gemacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir den Andorra und Spanien Track in dieser Reise nicht antreten werden und stattdessen auf der französischen Seite der Pyrenäen bleiben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, aber unterrschiedliche Faktoren haben diesen Entschluss für diese Reise reifen lassen.

Die Entscheidung ist vor allem mir nicht leicht gefallen, weil ich (nach wie vor) den Teil als einen besonders schönen Teil der Reise sehe, aber realistisch gesehen haben wir jetzt aus mehreren Gründen darauf verzichtet und dadurch ist der Helm dadurch überflüssiges und vor allem lästiges Gepäck geworden.

Anschließend verabschieden wir uns noch herzlich von allen und machen uns auf den Weg nach Mulhouse – Mülhausen – in Frankreich. Wie bereits erwähnt soll das Wetter für die kommenden Tage nicht so schön werden und es ist (viel) Regen vorhergesagt. Darum habe ich die vor uns liegende Etappe geteilt, so dass wir heute nur 30 km vor uns haben. Und auf dem Campinplatz „de l’Ill“ in Mülhausen ist ein „Pod“ reserviert, eine kleine Hütte in der wir dann wieder kein richtiges Bett haben. So müssen wir vor allem das Zelt nicht aufbauen und ggf. morgens nass abbauen. Hinzu kommt, dass es für 30,10 € richtig günstig ist, warum dann „auf dem Boden“ schlafen?

Der erste Teil führt uns über den gleichen Weg wie vor ein paar Tagen zurück nach Frankreich um dann nach Bantzenheim und Ottmarsheim wieder auf dem EV 15 zu gelangen. Hinter Ottmarsheim führt die Strecke uns dann weg vom Rheinradweg in Richtung des EuroVelo 6, auf dem wir uns dann in den kommenden Tagen eine längere Strecke bewegen werden.

Der EV6 liegt wieder am Rhein-Rhone-Kanal, der ja vor Neuenburg uns bereits viele schöne Kilometer beschert hat. Chrstine hat diesen Weg schon mehrfach befahren und empfiehlt uns die Strecke ausdrücklich und beschreibt ihn als eine ihrer Lieblingsstrecken.

Hinter Ottmarsheim fuhren wir wieder eine schöne und sehr ruhige Strecke durch den Wald vor Mülhausen. Hier hat uns dann ein alter Bekannter, der Regen, den wir gar nicht vermisst hatten, mal wieder eingeholt: es regnete (zum Glück nur kurz) in Strömen…

Nach dem Wald geht es noch einige Kilometer durch die Vororte und durch Mülhausen selbst (und dort wieder völlig problemlos) bis wir um 15:30 Uhr am CP ankommen. Wir können absolut nichts Negatives über den Platz berichten, wir wurden sehr nett empfangen, das Pod ist absolut sauber von innen und der gesamte CP gepflegt, auch die sanitären Anlagen und ruhig ist er obendrein. Wer in der Nähe von Mülhausen eine Bleibe sucht, kann hier ohne Bedenken einkehren, wir jedenfalls können ihn empfehlen. Neben dem „Pod“ gibt es hier noch weitere feste Unterkünfte ebenfalls zum fairen und günstigen Kurs zum Beispiel kleine „magische Häuschen“, die sogar ein kleines Bad haben. Leider war davon keines mehr zu haben – für 39 Euro ebenfalls wirklich günstig, die 10 Euro mehr hätten wir auch investiert.

Es ist zwar noch Vorsaison, aber selbst in der Hauptsaison soll der Pod auch nur 49 € die Nacht kosten. Wir haben für „Hüttchen“ in dieser Größenordnung auf Campingplätzen auch schon Preise von 60 bis 80 € die Nacht gesehen. Und hier ist Strom, eine kleine Heizung und ein kleines Willkommensgeschenk, dass alles notwendig für Reinigung des Pods enthält und auch für die weitere Reise praktisch ist, auch bereits inklusive. Etwas Reinigungsmittel, Wisch- und Geschirrtücher, einen Putzschwamm und Streichhölzer.

Wir sind dann noch einkaufen gefahren, leider in einen nicht so schönen Teil von Mulhouse, und haben gegessen. Die Nacht sollte dann zeigen, dass die Entscheidung für die Unterkunft die richtige war: es regnete wieder wie aus Eimern.

Etwas Statistik

Zurückgelegte Tagesetappe: 31 km

Insgesamt geradelte Reise: 582 km

Platten: 2

Mulhouse – Mühlhausen (23.4.2022)

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