Da wir heute morgen das „Weinfass“ wieder gereinigt übergeben müssen, sind wir zwar früh aufgestanden, aber (wieder einmal) erst um 10:45 Uhr auf die Bahn gekommen. Zuvor verabschieden wir uns von den Betreibern, man muss echt sagen, wir haben uns willkommen gefühlt, obwohl wir nur zwei Tag hier waren.
Da die Etappe Richtung Dole/Choisey zum EV6 zurück führt und bis auf zwei erwähnenswerte Anstiege nur bergab verläuft, sollten die geplanten ca. 55 km keine größere Anstrengung bedeuten.
Arbois haben wir so auch recht schnell hinter uns gelassen, das Gefälle bis zum Ortsausgang hat ordentlich „geschoben“. Die danach folgende D469 verläuft über mehrere Kilometer nahezu schnurstracks geradeaus und lässt sich recht gut fahren. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Strecke landschaftlich hier keine „Granate“ mehr ist, kein Vergleich zu den vorherigen Tagen, hinzu kommt der Autoverkehr. Aber die nahezu fehlenden Höhenmeter sind diese Einschränkung wert.
Bei den Orten „Mathenay“ und „La Ferté“ sind es dann die beschriebenen nennenswerten Höhenmeter dieser Etappe, hinter „Mont-sous-Vaudray“ wird es dann für uns deutlich angenehmer: hier wurde (offensichtlich vor Kurzem) eine alte Bahntrasse „Voie Grévy“ in einen Radweg umgewandelt und war quasi „frisch geteert“ wo wir dann quasi ohne Kraftanstrengung rollen konnten, es geht schnell voran.

Bei „Vielette-sur-Dole“ verlassen wir den Radweg und fahren Richtung „Choisey“ dem Kanal wieder entgegen. Ein kurzes Stück führte der Weg dann wie gewohnt am Rhein-Rhone-Kanal entlang um dann bei „Damparis“ ein Gebiet zu umfahren, dass offensichtlich gesperrt ist. Bei „Aubergement-la-Ronce“ trifft man dann wieder auf den Kanal, der dann wenige Kilometer später endet, indem er über eine Doppelschleuse in die Saône geführt wird, der der Eurovelo 6 ab hier folgt.
Ab hier ist es nur noch ein kurzes Stück bis Saint-Jean-de-Losne, wo wir unser Tagesziel, den Campingplatz „Les Herlequins“ erreichen. Ein relativ kleiner Campingplatz mit angeschlossenem Restaurantbetrieb direkt am Ufer der Saône,, wo sich auch der Empfang des CP direkt an der Theke des Restaurants befindet. Der Platz liegt etwas abseits des Ortes, ist günstig mit sauberer Sanitäranlage und freundlichem Damen am Empfang. Die Stellplätze sind bei unserer Ankunft wohl einige Zeit nicht gemäht worden, was aber nicht weiter schlimm ist, einige finden diesen Naturcharakter sogar besser, weil man auch etwas weicher liegt.
Wir können also abschließend sagen: wer Arbois mit dem Rad anfahren möchte, kann sich überlegen, ob er einen gewissen Umweg in Kauf nimmt und von Choisey oder etwas früher von Dole oder Chrissey auf den Bahnradweg wechselt und dann fast ohne Höhenmeter Arbois erreicht und den gleichen Weg zurück nimmt – es fährt sich unseres Erachtens deutlich leichter und angenehmer als über Osselle/Quingey. Aber es ist eben auch landschaftlich nicht ganz so sehenswert.
Etwas Statistik
Zurückgelegte Tagesetappe: 61 km
Insgesamt geradelte Reise: 869 km
Platten: 2
